|
Keiner der Mitbürger Schässburgs hat es "so weit gebracht" wie Hermann Oberth. Wer in der Jugend davon träumt , dass man zum Mond fliegen kann und es im gesegneten Alter dann auch noch erleben darf, rechtfertigt diese Feststellung. Siebenbürgens Städte werden sich ewig um ihn streiten: Geboren wurde er in Hermannstadt, aufgewachsen ist er in Schässburg, gelehrt hat er zunächst in Schässburg Mathematik und Physik, seit 1924 vornehmlich in Mediasch. Sein Vater war der nicht weniger bekannte Spitals- Chirurg Julius Oberth. An der Bergschule in Schässburg bekam er die Grundlagen, in München und Göttingen studierte er Physik. Für ihn trifft der Satz, dass der Prophet im eigenen Land nichts gelte, nicht zu; In Heidelberg akzeptierte man seine Dissertation nicht, in Klausenburg (Siebenbürgen) wurde sie angenommen. Seine Beratungstätigkeit zum Film " Die Frau im Mond " war der erste Versuch, in Deutschland zu landen; er misslang. Erst 1938 bekam er in Wien, Dresden und 1941 in Peenemünde die Möglickeit, seine Jugendträume zu verwirklichen. Verwirklicht aber wurde der Flug zum Mond erst in den USA, wohin ihn sein Schicksal auch noch führte. Er starb hochbetagt in Feucht bei Nürnberg.
| |
Hermann Oberth zu Besuch in Schässburg 1972

Hermann Oberths erstes Buch 'Die Rakete zu den Planetenräumen' (1923),
mit dem, nach den Worten Wernher von Brauns, 'das Raumzeitalter eingeläutet wurde'

|
|