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867 Jahre Siebenbürger Sachsen
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Wer oder was sind die "Siebenbürger Sachsen" ?
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12.Jahrhundert
Am 14.Februar 1141 bestieg Geysa (Géza) den ungarischen Königsthron. Während seiner 21 jährigen Regierungszeit, rief er vorwiegend deutsche Siedler in sein Reich um es zu Erschließen und Ungarn vor den eingesetzten Mongolenangriffen zu schützen. Diese waren Bauern, Handwerker, Kaufleute und niedrige Adlige aus dem Rheinland, Moselfranken, Flandern, Thüringen, Luxemburg Niedersachsen aber auch aus anderen Gebieten des deutschen Reiches. Es war ein Appel an:
- freiheitsliebende Menschen und Abenteurer mit dem Mut für einen Neuanfang fern der Heimat.
- Geschwister, die durch das Erbrecht benachteiligt wurden und eine Chance sahen, eigenen Grund und Boden zu erwerben.
- die Unterdrückte ländliche Bevölkerung der Grundherrenschaft zu entkommen.
- diejenige die der Not durch den sprunghaften Anstieg der Bevölkerung in den Städten entkommen wollten.
Denn überall wurde den Siedlern die persönliche Freiheit und Freizügigkeit garantiert, dazu meistens vererbbarer Grundbesitz, freie Richter und Pfarrerwahl, Freijahre bis zu den ersten Abgaben; und Befreiung des Frondienstes. Es war "deutsches Recht " das Geysa II. anbot und das König Andreas II. (1205-1235) im Goldenen Freibrief der Siebenbürger Sachsen im Jahre 1224 bestätigt hat.
Das deutsche "Siebenbürgen" bedeutet wortwörtlich "Sieben Städte" oder "Sieben Burgen". Der Siedlungsausbau wurde speziell im Jahre 1211 durch die zweite große Einreisewelle im Gefolge des deutschen Ritterordens angetrieben. Dies führte zu dem Bau der charakteristischen Kirchenburgen und 250 Dorfgemeinschaften. Siebenbürgen liegt auch in "Transilvanien".
Der Volksname "Sachsen" ist erstmals in einer königlichen Urkunde des Jahres 1206 bezeugt. Bis dahin wurden die aus Westeuropa zugezogenen Kolonisten hospites (d.h. Gäste) oder Flandrenses (Flanderer) genannt. Es scheint, daß die Reichskanzlei wegen der heterogenen Herkunft der Siedler seit Andreas II. (1204-1235) die Bezeichnung "Sachsen" für alle siedelnden "Gäste" in Umlauf brachte, obwohl diese mit Sachsen kaum etwas zu tun hatten. => "DieAnfänge der heute bekannten "Beamten Bürokratie".
13.Jahrhundert
1241- 1242 und 1285 Massive Kämpfe gegen die Mongolen/Tataren.
14.Jahrhundert
Erneuter Aufbau Siebenbürgens Erstmals geregelte Zunftordnung Entwicklung von Handel und Gewerbe. Erster Türkeneinfall .
15.Jahrhundert
Die Türken fallen immer wieder in Siebenbürgen ein. Die Siebenbürger Sachsen konnten sich nur durch große Opfer und Verluste behaupten.
16.Jahrhundert
Die Türken erobern die ungarische Tiefebene bei -Mohacs. Siebenbürgischer Landtag erkennt türkische Oberheit an. Sachsen nehmen das Augsburger Glaubensbekenntnis an und werden Lutherisch. Bischofssitz wird Birthälm.
17.Jahrhundert
Verheerung des Landes durch Thronstreitigkeiten in die sich die Türken und Habsburger einmischen. Siebenbürgen wird Habsburgische Kronkolonie. Kaiser Leopold I, erkennnt die Landesverfassung und die religiöse Toleranzbestimmung an.
18.Jahrhundert
Evangelische Inneröstereicher werden nach Siebenbürgen zwangsumgesiedelt. ( transmigriert) . Während der Zugehörigkeit zu Wien schwache Bindung zu Östereich. Orientierung nach Mittel und Norddeutschland. Erneute Einwanderungswelle von Evangelen aus Südbaden ( Markgrafschaft Baden-Durlach ). Samuel von Brukenthal, der Berater von Kaiserin Maria Theresia wird Siebenbürgischer Gouvernator.
19.Jahrhundert
1867 Östereich-Ungarischer Ausgleich; Siebenbürgen ist nicht mehr Kronland, sondern Teil der ungarischen Reichshälfte. Verlust der sächsischen Autonomie auf dem – Königsboden. Wiederstand gegen die Magyarisierungsbestrebungen.
Diese Zeittafel wurde zusammengestellt von : Udo Keul
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